© Heidi Scholl 2018_ Made with Magix
Praxis für Homöopathik Heidi Scholl 079 255 07 60

Ähnlichkeitsgesetz

Die meisten von uns kennen heute die Kurzform dieses Gesetzes: «Aehnliches werde durch Aehnliches geheilt!» Samuel Hahnemann selbst formulierte es so: «Wähle, um sanft, schnell, gewiss und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfalle eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden für sich erregen kann, als sie heilen soll!» Dies schrieb er in der Einleitung zu seinem allerwichtigsten Grundlagenwerk. Und an anderer Stelle desselben Buches beschrieb er die Wirkung der Arznei als «möglichst ähnliche Kunst-Krankheit», um mit ihrer Hilfe die Krankheit des Menschen heilen zu können.  Ich möchte Ihnen dieses Naturgesetz anhand eines einfachen Beispiels erklären: Die kleine Brennessel (Urtica urens): Bestimmt haben Sie schon einmal eine unliebsame Begegnung mit der Brennessel im Wald, oder in den Bergen, in der Nähe von Alphütten gemacht. Kommt man mit ihnen aus Versehen in Berührung, dann beginnt es an der betreffenden Stelle zu brennen, es entstehen Hautquaddeln, und man sieht eine leicht entzündliche Rötung. Warum ist dies so: Brennesseln haben bekanntlicherweise Brennhaare. Diese enthalten nebst Ameisen- und Essigsäure Spuren von Acetylcholin, Histamin und Serotonin. Silicateinlagerungen im oberen Bereich der Brennhaare machen diese hart wie Glas und bilden Sollbruchstellen. Die Brennhaarköpfchen
brechen so bei der kleinsten Berührung ab und machen aus den Haaren winzige Injektionsnadeln, die das Nesselgift in die Hautzellen bohren. Die Brennessel schützt sich damit vor tierisch-hungrigen 'Fressfeinden'; dies funktioniert meist gut, ausser bei gewissen Schmetterlingsraupen... Die Homöopathie bedient sich ihrerseits dieser toxikologischen Kenntnisse: Eine sehr wichtige Indikation des homöopathischen Mittels, das aus der Brennessel gewonnen wird - Urtica urens - sind stark brennende, juckende Hautausschläge, mit Pickel oder Quaddeln einhergehend, in der Fachsprache als 'Urtikaria' benannt; verbunden mit dem Gefühl des 'Ameisenlaufens'. Bei einem Urtikaria-Hautausschlag kann die homöopathische Version der Brennessel somit eine möglichst ähnliche Kunst-Krankheit auslösen, die den Urtikaria zu heilen vermag. Selbstverständlich hat diese Arznei auch andere Wirkungen, wie z.B. diese wohlbekannte Nieren reinigende und Nieren-anregende Wirkung; oder ihre heilende Wirkung bei Hautverbrennungen und - verbrühungen mit Blasenbildung. Mit diesem einfachen und anschaulichen Beispiel möchte ich in Ihnen auch die Faszination wecken, wieviel homöopathische Heilkraft in der Natur zu finden ist, wenn man nur genauer hinsieht...
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Ähnlichkeitsgesetz

Die meisten von uns kennen heute die Kurzform dieses Gesetzes: «Aehnliches werde durch Aehnliches geheilt!» Samuel Hahnemann selbst formulierte es so: «Wähle, um sanft, schnell, gewiss und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfalle eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden für sich erregen kann, als sie heilen soll!» Dies schrieb er in der Einleitung zu seinem allerwichtigsten Grundlagen- werk. Und an anderer Stelle desselben Buches beschrieb er die Wirkung der Arznei als «möglichst ähnliche Kunst-Krankheit», um mit ihrer Hilfe die Krankheit des Menschen heilen zu können.  Ich möchte Ihnen dieses Naturgesetz anhand eines einfachen Beispiels erklären: Die kleine Brennessel (Urtica urens): Bestimmt haben Sie schon einmal eine unliebsame Begegnung mit der Brennessel im Wald, oder in den Bergen, in der Nähe von Alphütten gemacht. Kommt man mit ihnen aus Versehen in Berührung, dann beginnt es an der betreffenden Stelle zu brennen, es entstehen Hautquaddeln, und man sieht eine leicht entzündliche Rötung. Warum ist dies so: Brennesseln haben bekanntlicherweise Brennhaare. Diese enthalten nebst Ameisen- und Essigsäure Spuren von Acetylcholin, Histamin und Serotonin. Silicateinlagerungen im oberen Bereich der Brennhaare machen diese hart wie Glas und bilden Sollbruchstellen. Die Brennhaarköpfchen brechen so bei der kleinsten Berührung ab und machen aus den Haaren winzige Injektionsnadeln, die das Nesselgift in die Hautzellen bohren. Die Brennessel schützt sich damit vor tierisch-hungrigen 'Fressfeinden'; dies funktioniert meist gut, ausser bei gewissen Schmetterlingsraupen... Die Homöopathie bedient sich ihrerseits dieser toxikologischen Kenntnisse: Eine sehr wichtige Indikation des homöopathischen Mittels, das aus der Brennessel gewonnen wird - Urtica urens - sind stark brennende, juckende Hautausschläge, mit Pickel oder Quaddeln einhergehend, in der Fachsprache als 'Urtikaria' benannt; verbunden mit dem Gefühl des 'Ameisenlaufens'. Bei einem Urtikaria-Hautausschlag kann die homöopathische Version der Brennessel somit eine möglichst ähnliche Kunst-Krankheit auslösen, die den Urtikaria zu heilen vermag.