© Heidi Scholl 2018_ Made with Magix
Praxis für Homöopathik Heidi Scholl 079 255 07 60

Akute Krankheit

Die natürliche, akute Krankheit ist durch den Versuch des Körpers gekennzeichnet, mit einem krankmachenden, fremden Agens, fertigzuwerden. Es wird dabei streng zwischen “akuter” und “chronischer” Krankheit unterschieden. Bei diesem “krankmachenden, fremden Agens” sprechen die Schulmediziner meist von einem “Krankheitserreger”, den man angeblich zu “bekämpfen” hat; so jedenfalls lautet die Meinung der offiziellen Schulmediziner. Doch damit sind wir Homöopathen nicht einverstanden, auch wenn wir die Anwesenheit von solchen, sog. ‘Krankheitserregern’ nicht verleugnen. Die wirklich grosse Frage ist nun eben: wie reagiere ich darauf? Wie arbeite ich nun mit der Information eines anwesenden Erregers, z.B. Streptokokken. Und hier scheiden sich die Geister, und zwar aufs Schärfste, weil wir Homöopathen nichts mit krankhafter Jagd nach Krankheitserregern zu tun haben, auch wenn wir sehr wohl wissen, dass im absoluten Notfall (wenn es schnell gehen muss), ein Antibiotika lebensrettend sein kann. Hahnemann definierte “Krankheit” im Allgemeinen als “Verstimmung der Lebenskraft”; jede natürliche Krankheit beginnt zuerst auf der nichtmateriellen Ebene der Lebenskraft. Und so ist auch die akute Krankheit als eine “Verstimmung der Lebenskraft” zu verstehen. Die natürliche, akute Krankheit ist für uns Homöopathen mit einer Art Notprogramm zu vergleichen, das der Lebenskraft zusätzlich eingespeist wurde; einer Lebenskraft, die ja zur Informationsspeicherung bestens ausgestattet ist. Es ist mit einer Computer-Festplatte zu vergleichen, der man zusätzlich noch weitere Programme hinzufügt, um den möglichst gesunden Erhalt der Festplatte zu gewährleisten. Bisweilen greift die Lebenskraft mit der Aktivierung von Notprogrammen eben zu Massnahmen, die für sich
gesehen, recht bedrohlich sein mögen. Anhand eines Beispieles möchte ich dies näher erläutern: Bei einem Influenza-kranken Menschen tritt plötzliches, hohes Fieber (40°C), zusammen kombiniert mit einem Hitzegefühl im Kopf ohne Ausscheidung von Schweiss und ohne weitere Ausscheidungen auf. Und nun folgt die Frage: Wie reagiere ich jetzt auf dieses bedrohliche Notprogramm, das hier am Werkeln ist? Unterdrückt man das Fieber? Ist dann die Bedrohung vorüber, indem man das Fieber unterdrückt? Die Frage ist doch vielmehr: weshalb braucht die Lebenskraft ein derart heftiges Fieber, das so bedrohlich werden kann? Daher wäre es gut, auch Solches möglichst homöopathisch zu behandeln, indem man das möglichst ähnlich wirkende Arzneimittel wählt. Und zwar in diesem oben angeführten Fallbeispiel: das homöopathische Mittel aus der Pflanze des blauen Eisenhuts hergestellt, dem “Aconitum napellus”; wobei man immer das Ziel im Auge behalten muss, die Ausscheidungsfunktionen anzukurbeln. Dann nämlich kann auch das Fieber von selbst sich absenken. Ich bin aber gegenüber dem Einsatz von homöopathischen Hausapotheken durch Laien sehr skeptisch. Wenn Laien ohne minimalste Homöopathie Kenntnisse zur Hausapotheke greifen, sollten sie dies zumindest in der Begleitung von ausgebildeten Fachpersonen tun. Oder man entscheidet, sich diese minimalste Kenntnisse durch das Studium von Fachbüchern anzueignen; und ein Grundstock an Arzneimittel-Kenntnissen sich zuzulegen. Doch auch hier gibt es klare Grenzen, sobald es zu einem Fall für die Notfall-Medizin wird. Hingegen könnten die Spitäler trotzdem Vieles von der Homöopathie lernen....
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Akute Krankheit

Die natürliche, akute Krankheit ist durch den Versuch des Körpers gekennzeichnet, mit einem krankmachenden, fremden Agens, fertigzuwerden. Es wird dabei streng zwischen “akuter” und “chronischer” Krankheit unterschieden. Bei diesem “krankmachenden, fremden Agens” sprechen die Schulmediziner meist von einem “Krankheitserreger”, den man angeblich zu “bekämpfen” hat; so jedenfalls lautet die Meinung der offiziellen Schulmediziner. Doch damit sind wir Homöopathen nicht einverstanden, auch wenn wir die Anwesenheit von solchen, sog. ‘Krankheitserregern’ nicht verleugnen. Die wirklich grosse Frage ist nun eben: wie reagiere ich darauf? Wie arbeite ich nun mit der Information eines anwesenden Erregers, z.B. Streptokokken. Und hier scheiden sich die Geister, und zwar aufs Schärfste, weil wir Homöopathen nichts mit krankhafter Jagd nach Krankheitserregern zu tun haben, auch wenn wir sehr wohl wissen, dass im absoluten Notfall (wenn es schnell gehen muss), ein Antibiotika lebensrettend sein kann. Hahnemann definierte “Krankheit” im Allgemeinen als “Verstimmung der Lebenskraft”; jede natürliche Krankheit beginnt zuerst auf der nichtmateriellen Ebene der Lebenskraft. Und so ist auch die akute Krankheit als eine “Verstimmung der Lebenskraft” zu verstehen. Die natürliche, akute Krankheit ist für uns Homöopathen mit einer Art Notprogramm zu vergleichen, das der Lebenskraft zusätzlich eingespeist wurde. Bisweilen greift die Lebenskraft mit der Aktivierung von Notprogrammen eben zu Massnahmen, die für sich gesehen, recht bedrohlich sein mögen. Anhand eines Beispieles möchte ich dies näher erläutern: Bei einem Influenza-kranken Menschen tritt plötzliches, hohes Fieber (40°C), zusammen kombiniert mit einem Hitzegefühl im Kopf ohne Ausscheidung von Schweiss und ohne weitere Ausscheidungen auf. Und nun folgt die Frage: Wie reagiere ich jetzt auf dieses bedrohliche Notprogramm, das hier am Werkeln ist? Unterdrückt man das Fieber? Ist dann die Bedrohung vorüber, indem man das Fieber unterdrückt? Die Frage ist doch vielmehr: weshalb braucht die Lebenskraft ein derart heftiges Fieber, das so bedrohlich werden kann? Daher wäre es gut, auch Solches möglichst homöopathisch zu behandeln, indem man das möglichst ähnlich wirkende Arzneimittel wählt. Und zwar in diesem oben angeführten Fallbeispiel: das homöopathische Mittel aus der Pflanze des blauen Eisenhuts hergestellt, dem “Aconitum napellus”; wobei man immer das Ziel im Auge behalten muss, die Ausscheidungsfunktionen anzukurbeln. Dann nämlich kann auch das Fieber von selbst sich absenken.